Wer in der Gastronomie liefert, kennt das Problem: Plattformen wie Lieferando ziehen pro Bestellung 13 bis 30 Prozent Provision ein. Bei einer Marge von 15 bis 20 Prozent auf den Bon bleibt am Ende kaum etwas hängen.
Ein eigener Lieferservice verändert die Rechnung grundlegend. Du behältst die Marge, die Kundendaten und die Kontrolle über das Erlebnis. Der Aufbau ist machbar, wenn du strukturiert vorgehst. Dieser Guide zeigt dir die Schritte von der Vorbereitung bis zum laufenden Betrieb, inklusive Kosten, Personal und Technik.
Ein eigener Lieferservice ist kein Hobbyprojekt. Es ist eine betriebswirtschaftliche Entscheidung. Bei 100 Bestellungen pro Woche mit durchschnittlich 25 Euro Bon zahlst du an Plattformen wie Lieferando schnell 325 bis 750 Euro Provision pro Woche. Im Jahr sind das 17.000 bis 39.000 Euro. Davon lassen sich locker zwei eigene Fahrer auf Minijob-Basis finanzieren, und die Marge bleibt im Haus.
Dazu kommt der strategische Vorteil: Du baust eine Direktbeziehung zu deinen Gästen auf. Wer einmal über deinen eigenen Webshop bestellt, gehört dir als Kunde. Wiederbestellungen, Newsletter, Geburtstagsrabatte, all das ist nur möglich, wenn du die Daten selbst hältst. Ein Blick auf das Konzept der Ghost Kitchens zeigt, wie weit man dieses Modell sogar ohne Gastraum denken kann.
Faustregel: Ab etwa 30 bis 50 Lieferungen pro Woche lohnt sich der Aufbau eines eigenen Lieferdienstes. Darunter ist die Fixkostenbelastung pro Bestellung zu hoch. Wer noch nicht regelmäßig liefert, sollte erst mit einer Mischlösung starten: eigener Bestellshop parallel zur Plattform, Lieferung über externen Kurier oder eigene Fahrer ab einem Mindestbestellwert.
Diese Reihenfolge hat sich in der Praxis bewährt. Sie verhindert, dass du zwei Wochen vor dem Start merkst, dass die Verpackung fehlt oder das Bestellsystem mit der Kasse nicht spricht.
Jeder dieser Schritte ist für sich überschaubar, in der Summe entscheidet die saubere Verzahnung. Wer hier abkürzt, holt sich die Probleme in den ersten Wochen nach Launch ins Haus.
Ohne ein funktionierendes Online-Bestellsystem ist jeder eigene Lieferdienst zum Scheitern verurteilt. Telefonbestellungen binden Personal in der Stoßzeit und führen zu Fehlern. Das Bestellsystem muss drei Dinge können: ansprechende Speisekartendarstellung, Echtzeit-Verfügbarkeit (was ist out of stock?) und nahtloser Übertrag in die Küche.
Mit typo.SHOP läuft jede Online-Bestellung entweder auf dein Bestell-Terminal, oder automatisch in die Kasse typo.CASH und damit direkt in den Küchen-Bondrucker. Keine Tipparbeit, keine Übertragungsfehler, keine doppelte Buchhaltung. Zahlungen werden über typo.PAY abgewickelt, inklusive Vorauskasse für Lieferbestellungen, was Stornorisiko senkt. Du kannst deine Lieferungen aber auch einfach Bar abrechnen!
Mit uns bist du flexibel! Für den eigenen Lieferservice reicht typo.SHOP, und im Gegensatz zu vielen anderen Mitbewerbern bist du nicht in einer langen Vertragslaufzeit gebunden und kannst monatlich kündigen.
Der größte rechnerische Unterschied zwischen einer Plattform wie Lieferando und einem eigenen Bestellsystem liegt nicht in der monatlichen Gebühr, sondern in der Skalierungs-Logik. Lieferando kassiert pro Bestellung. Je mehr du verkaufst, desto mehr zahlst du, ohne Deckel nach oben. typo.SHOP funktioniert anders: die Gebühr ist bei 250 Euro pro Monat gedeckelt, egal wie viele Bestellungen durchlaufen.
Was das in echten Zahlen bedeutet, wird beim Vergleich schnell sichtbar. Ein Betrieb mit 10.000 Euro Liefer-Umsatz pro Monat zahlt Lieferando bei 13 Prozent Provision rund 1.300 Euro, bei 30 Prozent sogar 3.000 Euro. Über typo.SHOP sind es maximal 250 Euro plus Zahlungs-Disagio. Bei 20.000 Euro Umsatz wächst die Lieferando-Rechnung auf 2.600 bis 6.000 Euro, während typo.SHOP weiterhin bei 250 Euro bleibt. Jeder zusätzliche Liefer-Euro fließt also fast vollständig in deine Marge, nicht in die Provisions-Kasse einer Plattform.
Diese Kostenbremse ist der eigentliche Hebel für alle Betriebe, die wachsen wollen. Sobald der Liefer-Umsatz steigt, vergrößert sich der Vorteil exponentiell. Wer heute 30.000 Euro Liefer-Umsatz pro Monat erreicht und auf Lieferando bleibt, zahlt schnell zwischen 50.000 und 100.000 Euro Provision pro Jahr, Geld, das mit einem eigenen Bestellsystem direkt im Betrieb bleibt.
Setze einen klaren Mindestbestellwert (typischerweise 15 bis 20 Euro) und eine ehrliche Liefergebühr (2,50 bis 4,90 Euro je nach Distanz). Wer Gratis-Lieferung verspricht, verliert Marge. Wer Lieferkosten transparent ausweist, wird akzeptiert. Wichtiger als der Preis ist die zugesagte Lieferzeit. Halte sie ein.
Liefergebiete sauber zu definieren ist in der Praxis oft der zeitfressendste Teil bei der Einrichtung. typo.SHOP nimmt dir die meiste Arbeit ab und bietet drei Wege, deine Liefergebiete festzulegen: über Postleitzahlen, über einen Distanz-Radius rund um deinen Standort oder über frei eingezeichnete Polygone direkt in Google Maps. Gerade die Google-Maps-Variante spart enorm Zeit, weil du dein Liefergebiet einfach mit der Maus auf der Karte einzeichnest, statt jede PLZ manuell zu pflegen.
Bestehende Liefergebiets-Daten lassen sich zusätzlich importieren, ohne dass du jeden Punkt einzeln eingeben musst. Das ist vor allem hilfreich, wenn du bereits aus einem anderen System Zonen hast oder gemeinsam mit deinem Lieferteam eine erprobte Aufteilung mitbringst.
Der eigentliche Hebel liegt aber in der Flexibilität pro Zone: Für jedes Liefergebiet kannst du eigene Mindestbestellwerte und eigene Lieferkosten hinterlegen. Eine Innenstadt-Zone mit 12 Euro Mindestbestellwert und 2,50 Euro Lieferung, eine erweiterte Zone mit 25 Euro Mindestbestellwert und 4,90 Euro Lieferung, das ist in wenigen Minuten eingerichtet und macht deine Liefer-Kalkulation sofort transparent. So bleibt dein Lieferradius wirtschaftlich, ohne dass Gäste an der Stadtgrenze frustriert abspringen.

Eigene Fahrer sind der größte Kostenblock und das größte Risiko. Drei Modelle haben sich bewährt. Eigene Mitarbeiter auf Minijob-Basis (aktuell 538 Euro pro Monat) sind planbar und loyal, fallen aber bei Krankheit aus und brauchen Vertretung. Selbständige Kuriere auf Honorarbasis sind flexibel, hier ist allerdings das Thema Scheinselbständigkeit ein echtes Risiko, das nicht unterschätzt werden sollte. Externe Kurierdienste auf Abruf nehmen das Personalrisiko aus dem Betrieb, kosten dafür aber spürbar mehr pro Fahrt.
Für die meisten Restaurants ist eine Mischung optimal: zwei feste Minijobber für Stoßzeiten plus externer Kurier als Backup. Diese Kombination puffert Krankheitstage ab und hält gleichzeitig die laufenden Kosten in einem gesunden Rahmen. Fahrer brauchen warme Liefertaschen, ein klares Briefing zu Hygiene und Kundenkontakt und ein einfaches Handy-Tool zur Routenführung.
Wer eigene Fahrer scheut oder schrittweise einsteigen will, kann über typo.SHOP auf Wunsch auch ein angebundenes Fahrernetzwerk nutzen. Damit kommen die Bestellungen aus deinem eigenen Bestellsystem, die Auslieferung übernimmt aber ein professioneller Fahrer-Pool, ohne dass du selbst Personal aufbauen, planen oder versichern musst. Für Betriebe, die zuerst Direktbestellungen aufbauen und Logistik später selbst übernehmen wollen, ist das oft der pragmatischste Start.
Wer mit dem eigenen Auto liefert, braucht eine Geschäftsfahrt-Versicherung. Wer Fahrradkuriere einsetzt, sollte die Unfallversicherung prüfen. Achte auf das Arbeitszeitgesetz (max. 10 Stunden, Pausen). Bei mehr als 20 Lieferungen pro Tag und Fahrer wird das schnell relevant.
Für einen mittelgroßen Lieferservice mit 60 bis 100 Bestellungen pro Woche lohnt sich ein nüchterner Blick auf die typischen Kostenblöcke. Das Online-Bestellsystem inklusive Hosting liegt je nach Anbieter bei 50 bis 150 Euro pro Monat. Die Zahlungsabwicklung kostet 1,5 bis 2,5 Prozent vom Bon, die Verpackung schlägt mit 0,40 bis 0,80 Euro pro Bestellung zu Buche.
Beim Personal kommen für zwei Minijobs rund 1.080 Euro pro Monat zusammen. Auto oder Fahrrad inklusive Wartung, Versicherung und Treibstoff schlägt mit weiteren 200 bis 400 Euro pro Monat zu Buche. Für das Marketing solltest du 100 bis 300 Euro pro Monat einplanen, vor allem in den ersten Monaten nach Launch.
In Summe landest du bei rund 1.500 bis 2.300 Euro Fixkosten pro Monat plus variable Verpackungs- und Transaktionskosten. Gegen 17.000 bis 39.000 Euro gesparter Plattform-Provision pro Jahr ist die Rechnung klar. Schon im ersten Halbjahr nach dem Launch sollte sich der eigene Lieferdienst rechnen, spätestens nach zwölf Monaten ist er ein klarer Margenhebel.
Wichtig dabei: Das Bestellsystem ist der einzige Posten in dieser Rechnung mit einer harten Obergrenze. typo.SHOP bremst die laufenden Kosten bei 250 Euro pro Monat ab, während die Plattform-Provision mit jedem zusätzlichen Bon weiter mitwächst. Wer Wachstum plant, sollte diesen Unterschied bewusst in die Drei-Jahres-Kalkulation einbauen, dort entsteht oft eine fünfstellige Marge-Differenz, die mit Plattform-Modellen nicht abbildbar ist.
Der häufigste Fehler beim Start: System steht, aber niemand bestellt. Plattformen wie Lieferando haben Reichweite gekauft, die musst du dir selbst aufbauen. Was funktioniert:
Eine bestehende Stammkundenbasis lässt sich zusätzlich über ein einfaches Stempelkarten-Programm aktivieren, das Wiederbestellungen belohnt und den Bon langfristig wachsen lässt.
P.S.: Wir unterstützen dich gerne bei Flyern und Werbematerialien um deinen eigenen Shop mit Lieferservice anzutreiben. Das ist bei uns inklusive ;)
Ein eigener Lieferservice ist kein Selbstläufer, aber für viele Restaurants ein klarer Wachstumshebel. Du senkst die Provisionsbelastung, gewinnst Kundendaten und steigerst die Marge spürbar.
Entscheidend sind drei Dinge: ein zuverlässiges Bestellsystem mit Kassen-Anbindung, eine ehrliche Fahrer-Kalkulation und konsequentes Marketing im Liefergebiet. Wer das sauber aufsetzt, ist nach 6 bis 12 Monaten unabhängiger und profitabler unterwegs als jeder Plattform-Kunde.
Lohnt sich ein eigener Lieferservice schon ab wenigen Bestellungen?
Unter 30 Lieferungen pro Woche ist der Aufwand meist zu hoch. Dann ist ein Hybrid-Modell sinnvoll: eigener Webshop für Stammgäste, Plattform für Reichweite. Sobald regelmäßig 30 bis 50 Bestellungen pro Woche zusammenkommen, lohnt sich der Aufbau eines eigenen Lieferdienstes deutlich, weil die Fixkosten besser verteilt werden.
Wie umgehe ich die Scheinselbständigkeit bei freien Fahrern?
Selbständige Kuriere sollten für mehrere Auftraggeber arbeiten, eigene Arbeitsmittel mitbringen und nicht weisungsgebunden sein. Wer Fahrer fest in Schichten einplant, sie in Dienstkleidung steckt und kontrolliert, hat ein klares Scheinselbständigkeits-Problem. Im Zweifel: Minijob oder Festanstellung mit klarer Rolle.
Brauche ich eine eigene App für die Bestellungen?
Nein. Eine eigene App lohnt sich erst ab sehr hohem Bestellvolumen. Für die meisten Restaurants reicht ein gut gemachter Online-Bestellshop, der auf dem Handy einwandfrei läuft. Wichtig ist die Anbindung an die Kasse, damit Bestellungen ohne Umwege in der Küche landen.
Wie löse ich Stornos und falsche Adressen?
Vorauskasse über typo.PAY senkt das Risiko deutlich. Adressdaten lässt du im Bestellsystem über eine Geocoding-Funktion validieren, damit ungültige Eingaben nicht durchgehen. Bei Stornos hilft eine klare Regel: Stornogebühr ab dem Moment, in dem die Küche mit der Zubereitung beginnt. Das musst du transparent kommunizieren.
Wie viel Marge bleibt im Vergleich zu Lieferando?
Bei Lieferando-Provisionen zwischen 13 und 30 Prozent auf den Bruttobon bleibt einem Restaurant typischerweise eine Marge von 5 bis 10 Prozent. Mit eigenem Lieferservice und sauber kalkulierten Fixkosten landest du eher bei 18 bis 25 Prozent Marge auf den Bon. Bei steigendem Volumen wächst der Vorteil zusätzlich, weil die Fixkosten gleich bleiben. Der Schlüssel ist die Kostenbremse: typo.SHOP ist bei 250 Euro pro Monat gedeckelt, während Lieferando weiterhin prozentual mitskaliert. Jede zusätzliche Bestellung erhöht ab diesem Punkt deine Marge fast eins zu eins.
Wie definiere ich mein Liefergebiet in typo.SHOP?
Du hast drei Wege: über Postleitzahlen, über einen Distanz-Radius rund um deinen Standort oder über frei eingezeichnete Zonen auf Google Maps. Die Google-Maps-Variante ist am schnellsten, weil du deine Lieferzone mit der Maus auf der Karte zeichnest und sofort siehst, wo der Service greift. Bestehende Gebiets-Daten lassen sich zusätzlich importieren. Pro Zone hinterlegst du eigene Mindestbestellwerte und Lieferkosten, so bleibt der Service wirtschaftlich und für den Gast nachvollziehbar.
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